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Hätten Sie’s gewusst?
...dass wir seit Jahren nicht mehr über die Sirene alarmiert werden, sondern über sogenannte Funkmeldeempfänger? Diese kleinen Geräte werden oft auch Piepser genannt und von jedem ausgebildeten Kameraden zu jeder Tages- und Nachtzeit mitgeführt, um bei einem Alarm ständig erreichbar zu sein.
Um Ihre wohlverdiente Nachtruhe nicht zu stören, fahren wir bei freier Strecke oftmals nur mit Blaulicht, ohne Martinshorn, obwohl wir das eigentlich nicht dürfen. Es ist in den Dienst- und Unfallverhütungsvorschriften, sowie in der Straßenverkehrsordnung (§§ 35 und 38) eindeutig geregelt, dass während einer Einsatzfahrt ständig mit Blaulicht UND Martinshorn zu fahren ist. Aber aus Rücksicht zu Ihnen werden wir nachts still alarmiert und fahren auch leise zum Einsatz. Sollte es trotzdem vorkommen, dass wir beide Signalanlagen benutzen, dann haben Sie bitte ein Einsehen. Glauben Sie uns: Wir würden auch lieber schlafen.
...dass ein Löschzug nicht nur aus einem Fahrzeug besteht? Der Begriff steht vielmehr für die Anzahl und Organisation der Kameraden. In der Feuerwehrdienstvorschrift 3 ist festgelegt, dass ein Löschzug aus 22, höchstens (erweiterter Zug) aber 31 Kameraden besteht. Der Begriff Zug kommt aus dem Militärbereich und beschreibt eine Einheit, welche aus einem Zugtrupp (4 Kameraden) und zwei aber höchstens drei Gruppen (je 9 Kameraden) besteht. Mit wie vielen Fahrzeugen diese 22 Kameraden zum Einsatz fahren, spielt dabei keine Rolle.
...dass die Kameraden der Feuerwehr bei Veranstaltungen kein Geld einnehmen dürfen? Das darf nur ein Förderverein, welcher gemeinnützig ist und die Belange der Feuerwehr unterstützt. Übrigens, über eine Mitgliedschaft Ihrerseits würden wir uns freuen.
...dass jede Kameradin und jeder Kamerad im Jahr mindestens 40 Stunden Feuerwehrdienst in Form von Aus- und Weiterbildungen leisten muss. Dazu kommen unzählige Stunden in denen Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Die Fahrzeuge und Geräte müssen einsatzbereit sein und ständig gewartet werden. Nicht zu vergessen die Stunden, in denen wir uns im Einsatz befinden. So kommen nicht wenige auf ein Pensum von 200 Stunden im Jahr und mehr. Das Alles auf freiwilliger Basis.
...dass die Kameraden bei Alarm auf dem Weg zum Gerätehaus keine Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen dürfen? Wenn hinter Ihnen mal jemand mit Warnblinklicht drängeln sollte, wäre es nett, wenn Sie Platz machen könnten. Wir danken es Ihnen.
...dass die meisten Personen bei einem Brand nicht durch das Feuer selbst, sondern durch die giftigen Rauchgase verletzt oder gar getötet werden? Rauchmelder sind preiswert und retten Leben. Es erleichtert uns die Arbeit, wenn wir Sie aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage nicht erst befreien müssen.
...dass wir innerhalb von 15 Minuten nach Eingang Ihres Notrufes am Einsatzort sein müssen? Da wird oftmals Alles stehen und liegen gelassen. Eine Verabschiedung von unseren Angehörigen ist meist nicht möglich, obwohl niemand von uns weiß, ob er wieder nach Hause kommt.
...dass wir uns auch außerhalb des regulären Dienstes treffen? Wir sind eine große Familie und helfen einander, wann immer es möglich ist.
...dass Autos bei Unfällen nicht explodieren. Die Tankanlagen in PKW sind so gebaut, dass diese den Kraftstoff vielmehr kontrolliert abbrennen lassen. Stellen Sie einen verunfallten, brennenden PKW fest, fassen Sie sich bitte ein Herz und retten Sie ggf. darin eingeschlossene Personen. Die hilflosen Personen sterben ohne Hilfe meistens an einer Rauchgasvergiftung. Explosionen gibt es nur im Fernsehen!
..dass eine Studie des Magazins "Reader's Digest" über das Vertrauen der Deutschen in bestimmte Berufsgruppen ergeben hat, dass die Feuerwehr bei den Befragten das höchste Vertrauen genießt. 94 Prozent der Befragten haben zur Feuerwehr ein hohes Vertrauen.
..dass es eine Studie ergeben hat, welche statistisch beweist, dass Eltern ihren Kindern schon frühzeitig den RICHTIGEN UMGANG mit dem “Phänomen Feuer”€ beibringen sollten. Kinder haben einen natürlichen Drang zur Neugier, welcher damit in Ansätzen befriedigt werden kann. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt, um Ihr Kind über die Gefahren aufzuklären!
Sie haben Fragen bezüglich der Feuerwehr? Dann schreiben Sie uns doch einfach Wir werden diese schnellst möglich beantworten.
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